Steigerung der Frauenerwerbsquote, Verbesserung der beruflichen Chancen von Frauen und positive Beiträge für die wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes - das sind die Ziele der Kompetenzzentren Frau und Beruf.
Wir freuen uns, mit dem Kompetenzzentrum Frau und Beruf MEO auf die vorhandene regionale Zusammenarbeit aufbauen und diese weiterentwickeln zu können. Unser Ziel ist es, Rahmenbedingungen für Frauen in verschiedenen Lebenslagen zu schaffen, die ihnen eine gleichberechtigte Teilhabe am Erwerbsleben ermöglichen. Dafür unterstützen wir konkret AkteurInnen der Region im Bereich der Frauenerwerbstätigkeit.

Das Kompetenzzentrum Frau und Beruf MEO ist für Sie an den beiden Standorten Mülheim und Essen vertreten.

Beschäftigungssituation

In der Region Mülheim, Essen, Oberhausen (MEO) waren im Zeitraum 2010/2011 gut 406.000 Menschen erwerbstätig, darunter knapp 186.000 Frauen. 30,1 % der erwerbstätigen Frauen arbeitet in einem Teilzeitbeschäftigungsverhältnis. Darüber hinaus sind deutlich weniger alleinerziehende Frauen, Frauen mit Kleinkindern unter drei Jahren sowie Frauen mit Kindern unter 18 Jahren erwerbstätig als im nordrhein-westfälischen Landesdurchschnitt. Für Migrantinnen und schwerbehinderte Frauen scheint es schwierig, sich auf dem Arbeitsmarkt zu etablieren.

Arbeitslosigkeit

Die Arbeitslosenquoten in der Region liegen sowohl bei Frauen als auch bei Männern über dem Landesdurchschnitt, wobei die Arbeitslosenquote der Frauen unter der der Männer liegt. Hier stellt sich die Frage nach der sog. „stillen Reserve“, also der Gruppe der Frauen, die keiner Erwerbstätigkeit nachgehen und nicht bei der Arbeitsagentur gemeldet sind.

Qualifikation

Der Qualifikationsgrad liegt insgesamt betrachtet für die MEO-Region über dem Landesniveau, was u.a. auf die Ansiedlung der Universität Duisburg-Essen und der Fachhochschule Ruhr West zurückzuführen ist. Ein Potential, das genutzt werden sollte.

Kinderbetreuung und Pflegesituation

Die Beschäftigungsperspektiven sind unmittelbar abhängig von ausreichenden Betreuungsmöglichkeiten für Kinder. In der MEO-Region liegen die Betreuungsquoten für Kinder zwischen drei und sechs Jahren deutlich unter dem Landesniveau. Die Situation verbessert sich erst ab dem Eintritt ins Schulalter. Dieses bedeutet wiederum gerade für Frauen eine längere Erwerbsunterbrechung und damit verbunden schlechtere Chancen für einen beruflichen Wiedereinstieg. Das Angebot an Pflegeheimplätzen ist besser als im Landesvergleich. Jedoch fällt die Region bei ambulanten Pflegeplätzen deutlich hinter den Landesdurchschnitt zurück.

Fazit

Qualifizierte Arbeitnehmerinnen sind ausreichend vorhanden, aber brauchen mehr Unterstützung, um einen Weg zurück in den Arbeitsmarkt zu finden. Insbesondere Frauen bzw. Frauen mit Kindern stellen ein hohes Fachkräftepotential dar. Insgesamt ist die Situation auf dem Arbeitsmarkt in der Region angespannt. Niedrige Erwerbstätigenquoten treffen auf höhere Arbeitslosenquoten. Ein Fachkräftemangel ist zu befürchten. Außerdem gibt es zwischen den einzelnen Teilräumen in der Region (Mülheim an der Ruhr, Essen und Oberhausen) voneinander abweichende Entwicklungen und Bedarfe, denen unterschiedlich begegnet werden muss. Es gibt also ausreichend Handlungsbedarf!

Projekt-Träger

Team MEO

Kaczinski Simone

Simone Kaczinski
Wissenschaftliche Projektmitarbeiterin
Fon 0201 31107-1
Fax 0201 31107-2

Team MEO

Amelie Hecker

Amelie Hecker
Wissenschaftliche Projektmitarbeiterin

Fon 0201 31107-1
Fax 0201 31107-2

Team MEO

Sabine Kannenberg

Sabine Kannenberg
Projektassistentin
Fon 0201 31107-1
Fax 0201 31107-2